13. Mai 2014 Markus Schüller

Clerical Medical Leben ist ein britischer Lebensversicherer, gegründet im Jahr 1824.
In Deutschlands ist das Unternehmen erst seit 1995 am Markt. 1997 wir das Unternehmen Teil der britischen Bankengruppe Halifax .Diese fusionierte im Jahr 2001 wiederrum mit der Bank
of Scotland. Aus dieser Fusion entstand die HBOS Gruppe. Schon im Jahr 2009 wurde HBOS von Lloyds TSB übernommen und es entstand die neue Lloyds Banking Group, zu der das Unternehmen seither gehört.

Für die deutschen Kunden ist aber die „Heidelberger Leben –Clerical Medical Management GmbH“ der Ansprechpartner für die in Deutschland geschlossenen Verträge von Clerical Medical Leben. Beide Gesellschaften sind  in einer gemeinsamen Servicegesellschaft verwaltend tätig.
Die Ursache für die geschäftliche Nähe zu Heidelberger Leben ist, dass Clerical Medical Leben den Aufbau des Deutschlandgeschäfts ab dem Jahr 2002 sehr stark über den Akademiker -Finanzstrukturvertrieb MLP vorangetrieben hat.
Heidelberger Leben wiederrum war vormals die hauseigene MLP Lebensversicherung AG, die 2005 verkauft wurde und 2006 zu Heidelberger Lebensversicherung AG umfirmierte.
Heidelberger Lebensversicherung AG war von 2009 bis 2013 ebenfalls Teil der Lloyds Banking Group und ist dann von dem Investor Cinven und der Hannover Rück je anteilig gekauft worden. Heidelberger Leben hat vor wenigen Tagen das komplette Neugeschäft eingestellt.
Vor 2002 wurden die Policen von Clerical Medical Leben an deutsche Kunden vor allem durch sogenannte Distributoren, wie z.B. EMF AG Hamburg oder LEX Vermögensverwaltung – AG, verkauft.
Clerical Medical Leben hat mit seinen Policen vom Typ „With Profit“ zumeist mit Höchststandgarantien bzw. Wertzuwachsgarantien zur Absicherung der Kundengelder gearbeitet.
Dabei investiert der Kunde sein Geld in einen von Clerical Medical Leben selbst gegründeten Garantiefonds, der je nach Fonds 70-80% der Anlagesumme des jemals erreichten höchsten Rücknahmepreises des jeweiligen Fonds garantiert. Wie hoch dieser Wert aktuell ist, kann ebenso über die Webseite des Unternehmens eingesehen werden, wie die Fondslisten selbst.
Die persönliche Risikodefinition in Form von Anteilen der Aktienanlage am Fonds kann von     0-100% Aktien vom Kunden selbst bestimmt werden. Dazu ordnet der Anleger sich und seine Anlageziele in ein Risikoprofil von 1(Sicherheit) bis 7 (Rendite) ein.
Sowohl ein Fondswechsel der laufenden Beiträge (Shifting), als auch ein Fondswechsel des angesparten Kapitals (Switching) ist möglich. Die bekannten Namen der Policen sind:
Wealthmaster Classic Plan, Wealthmaster Feeder Plan und Wealthmaster Noble.

Clerical Medical Leben wird immer wieder vorgeworfen, die Policen in der Vergangenheit durch Darstellung überhöhter Ablaufprognosen an Kunden verkauft zu haben, die dann aber auch aufgrund der sehr hohen Kostenstrukturen nie erreicht wurden. Daraus sind sowohl Klagen als auch Gerichtsurteile entstanden. Das Neugeschäft hat die Gesellschaft in Deutschland eingestellt.

Tipp: Aus unserer Sicht gibt es für das Bestandsguthaben in einer Clerical Medical Leben Police bessere Alternativen, Verträge sollten überprüft werden!

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