30. September 2014 Markus Schüller

Fondsgebundene Rentenversicherungen mit Indexpartizipation-die neue Generation der Garantieprodukte-
Teil 1

Riesige Gewinnmöglichkeiten an den Kapitalmärkten ohne das Risiko sein Geld zu verlieren,
wer träumt davon nicht? Auch in Bereich der Altersvorsorge!
Die Geldanlage in Fonds mit der Garantie der Beitragssicherung ist im Grunde ein „alter Hut“, vor allem britische Anbieter und einige Exoten (wir berichteten ausführlich), versuchten damit in Jahren um 2000 den deutschen Markt zu erobern. Dies endete für einige dieser Gesellschaften durch die großen Finanzkrisen abrupt. Doch die Grundidee erlebt seit wenigen Jahren, angesichts sinkender Garantiezinsen in den klassischen Rentenversicherungen, eine Renaissance.
Nun bedienen diesen Anleger -Traum die großen deutschen Versicherungsgesellschaften.
Allen voran die AXA mit Werbespots zu ihrem Produkt, Relax Rente, zu teuersten TV-Werbezeiten. Doch was genau verbirgt sich diesmal hinter dieser neuen Produktgeneration der fondsgebundenen Rentenversicherungen?

Es sind in allen Fällen fondsgebundene Rentenversicherungen mit Indexpartizipationsmöglichkeit. Diese bieten dem Anleger die Möglichkeit sein Geld an den Kapitalmärkten mit dem Maßstab und der Referenz eines großen und zumeist bekannten Aktienindex anzulegen. Dieser Index wird damit auch zum Renditemaßstab.
In den allermeisten Produkten deutscher Anbieter handelt es sich hierbei um eine Anlage in den
EURO STOXX 50, der in den Jahren 2008-2012 eine Durchschnittsrendite von ca. 5,8% erreichte. Diese durchschnittliche Rendite des Index erhält der Anleger in seiner fondsgebundeen Rentenversicherung aber nicht in voller Höhe gutgeschrieben. Die Versicherungsgesellschaft definiert in regelmäßigen, zeitlichen Intervallen ( monatlich, quartalsweise oder jährlich), eine Obergrenze für die Gutschrift in der fondsgebundenen Rentenversicherung, das sogenannte Cap. Den Ausgleich, welchen die Versicherung dem Anleger für diese Renditebegrenzung (Cap) bietet, ist die Übernahme der Garantie in Höhe seiner eingezahlten Beiträge. Das bedeutet konkret, dass der Index sich im Betrachtungszeitraum negativ entwickeln kann, der Anleger aber keinen Verlust macht, sondern lediglich keine Rendite auf seine geleisteten Beiträge erhält.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung der allgemeinen Funktionsweise (anbieterunabhängig):

Betrachtungsintervall Quartal Wertentwicklung EURO STOX 50 im Intervall Von der Versicherung def. Renditeobergrenze (Cap) Wertentwicklung Versicherung
Januar – 5,5% 4%  -5,5%
Februar -3% 4% -3%
März  2% 4%  2%
Quartal 1 -6,5% 0%
April 7% 4% 4%
Mai 4% 4% 4%
Juni 1% 4% 1%
Quartal 2 12% 9%

Die Gutschrift in den fondsgebundenen Rentenversicherungsvertrag erfolgt allerdings in den meisten Fällen jährlich, also nach Berechnung aller Quartale oder Monate des Betrachtungszeitraums.
Die jeweilige Renditegutschrift in den Vertrag ist unumkehrbar (Lock in). Zumeist bietet die Versicherung die Alternative einer sicheren Verzinsung ohne Indexpartizipation an.
Das bedeutet, die monatliche Prämie fließt zu 100% oder anteilsweise zu 25%, 50% oder 75% Indexunabhängig. Die sichere Verzinsung liegt immer deutlich unterhalb des Caps.
Die Entscheidung zwischen der Indexpartizipation und der „sicheren Verzinsung“ kann der Anleger aber unter Einhaltung von Anbieterspezifischen Fristen jährlich variieren.

Fazit:
Grundsätzlich kann die Produktart der fondsgebundenen Rentenversicherung mit Indexpartizipation eine interessante Alternative zur klassischen Rentenversicherung als Altersvorsorge sein, denn Chance und Risiko stehen sich hier in vertretbarem Maße gegenüber. Man sollte aber unbedingt die variablen Konkurrenzmerkmale der diversen Anbieter beachten, denn hier gibt es zum Teil deutliche Unterschiede!
Welche dies sind, werden wir in Kürze berichten.

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