19. Februar 2014 Elmar Konrath

Nach immer noch vorherrschender Meinung vieler Investmentexperten, basierend auf der Theorie des CAPM (Capital Asset-Pricing Modell), versprechen höhere Risiken bei der Geldanlage entsprechend höhere Renditen. Eine Binsenweisheit, wenn man dem Research und den Ergebnissen der Low-Volatility-Anomalie glauben darf: Denn systematisch wird man mit höherem Risiko vermutlich aber keinen höheren Ertrag erzielen können. Ganz im Gegenteil!

Das Investmentteam von Robeco hat zum Thema Geldanlage beispielsweise herausgefunden, dass es möglich ist mit einem Aktienportfolio – bestehend aus schwankungsarmen Aktien – mindestens die Marktrendite zu erzielen und das bei deutlich geringerem Risiko (Volatilität). Faktisch wurde in den Studien sogar eine Überschussrendite nachgewiesen.

An dieser Stelle erlauben Sie mir einen kurzen aber wichtigen Exkurs zum CAPM. Konkret handelt es sich um ein auf der Portfoliotheorie basierendes Modell des Kapitalmarktes zur Erklärung von Wertpapierrenditen. Dabei ist die erwartete Rendite eines Wertpapiers, z.B. einer Aktie, eine lineare Funktion der Risikoprämie bezogen auf die Gesamtheit aller riskanten Wertpapiere. Kurz: Je stärker eine Aktie auf Marktschwankungen reagiert (je höher also ihr Risiko), desto höher ist Ihre erwartete Rendite.

Geldanlage-LowVolatilityEffekt

Quelle: The Volatility Effect. Fall 2007, lower risk without lower return, David C. Blitz and Pim van Vliet, Robeco, in Journal of Portfolio Management´s Fall 2007 edition.

Dieser Zusammenhang ist hier (Abbildung 1) dargestellt, dass nämlich die Rendite mit zunehmendem Risiko steigt (dicke violette Linie). Empirisch belegt ist jedoch die dünne graue Linie!

Die einzelnen Punkte bezeichnen die 10% der Aktien mit dem geringsten Risiko bis hin zu den 10% mit dem höchsten Risiko. Entgegen den zu erwartenden Ergebnissen aus der Portfoliotheorie ergibt sich dadurch also eine fallende Linie. Dies bedeutet, dass Aktien mit geringem Risiko höhere Renditen erwirtschaften. Dies ist demnach eine Anomalie, welche als Low-Volatility-Effekt bezeichnet wird. Die möglichen Gründe und wissenschaftlichen Erklärungsversuche für dieses Phänomen werden wir im Zuge des nächsten blog-Beitrages näher beleuchten. Bitte beachten Sie aber für Ihre zukünftigen Entscheidung in Sachen Geldanlage:  es ist möglich mit geringerem Risiko, mehr Rendite zu erwirtschaften.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

HAFTUNGSHINWEIS

Vor Betrachtung der von Ihnen gewünschten Seite, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Ihr Vertragspartner die BN & Partners Capital AG ist. Bitte lesen und akzeptieren Sie unten stehenden Hinweis.

Haftungshinweis:
Die Anlageberatung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1 a KWG, die Anlagevermittlung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG und die Abschlussvermittlung nach § 1 Abs. 1a Nr. 2 KWG erfolgen im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des da für verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt, nach § 2 Abs. 10 KWG. Die BN & Partners Capital AG verfügt über entsprechende Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht