1. November 2013 Elmar Konrath

Gleichzeitige Kursanstiege bei Renten und Aktien sind an den internationalen Märkten eher rar gesät. Die positiven Entwicklungen der letzten Tage sind unseres Erachtens auf die sich immer noch ausweitenden Unterschiede in den Geldmarktzinsen im Euroraum einerseits und den USA auf der anderen Seite zurückzuführen. Aufbauend auf diesem möglichen Zinsdifferenzgeschäft spekulieren die Marktteilnehmer auf einen weiter steigenden Euro und die anhaltende Schwäche des US-Dollars.
Der auf dem Chart abgebildete brasilianische -in Dollar notierte- Bond fiel im Zuge der aufkommenden Tapering-Debatte und der Angst vor einem steigenden Dollar ambossartig ohne Aussicht auf Bodenbildung. Völlig überraschend kehrte sich diese Entwicklung seit Mitte September um. Wie lange dies anhalten könnte, wissen wir selbstverständlich auch nicht. Unseres Erachtens dürfte es aber sehr interessant sein, den Verlauf dieses Vehikels weiter fest im Blick zu haben, um daraus Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf des Dollars ziehen zu können.

Brasilien 00/30 12,25%

Brasilien 00/30 12,25%

Im Moment sehen wir diese Währungsspekulationen als einzigen Grund für die steigenden Aktien- und Rentenkurse. Unter dem Strich waren die deutschen Arbeitsmarktdaten enttäuschend und die Absatzzahlen im September zeigten kein Anzeichen von Besserung. Der u.a. Chart zeigt, dass ausnahmsweise Aktien (DAX, blau) und Renten (Schatz-Future, grau) im Gleichschritt marschieren, so als würden sie von der selben Blaskapelle vorangetrieben.

Sind die Spreads der Geldmarktzinsen Treiber dieser Entwicklung?

Sind die Spreads der Geldmarktzinsen Treiber dieser Entwicklung?

Kurzfristig erwarten wir einen deutlichen Anstieg des deutschen Rentenmarktes. Sollten sich die starken Renten weiter verfestigen, könnte dies auch Konsequenzen auf die Geldmarktsätze mit sich bringen.

Im Falle steigender Finanzierungskosten (aufgrund steigender Geldmarktzinsen) der Euro-Staaten würde Herr Draghi wieder umgehend an sein Versprechen erinnert, dass er alles unternehmen wird, um den Euro zu retten. Bleiben Sie also aufmerksam, es könnten turbulente Monate vor der Tür stehen.

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